Digitaler Euro auf der Blockchain

By Dennis Schlegel

Mai 03

Für die digitale Zukunft und internationale Wettbewerbsfähigkeit wird es für Deutschland und Europa essentiell sein, den Euro breitflächig als digitalen, programmierbaren Wert abzubilden. In dem Infopapier „Digitaler Euro auf der Blockchain“, veröffentlicht durch bitkom, werden Hintergründe und Handlungsoptionen hierzu thematisiert. Dabei wird auf die grundlegende Motivation hinter einem Euro auf der Blockchain, Unterscheidung zwischen Bargeld und Central Bank Digital Currency (CBDC), mögliche Ausgestaltungen eines digitalen Euros, Motive für die Einführung und Umgang mit Risiken eingegangen.

Fazit: Digitaler Euro und die Souveränität Europas

„Ob Kryptowerte, private Konzepte für digitales Geld wie Libra oder auch staatliche CBDCs wie der digitale Euro auf der Blockchain: der Wettlauf um das digitale Geld ist voll entfacht. Es ist davon auszugehen, dass »First Mover«, insbesondere ressourcen- und reichweitenstarke Projekte wie der nun gestartete digitale Yuan in China oder das Facebook-Projekt Libra in kurzer Zeit eine Vormachtstellung erreichen könnten. Dies könnte vor allem die folgenden Bereiche betreffen: Internationale Überweisungen, Handel, Transaktionen von Kleinstbeträgen in der Industrie, Abwicklung von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten, private Überweisungen über Messenger und soziale Netzwerke.

Europa befindet sich sowohl im technologischen, als auch im finanziellen Spannungsfeld zwischen den globalen Machtpolen USA und China. Auch vor dem Hintergrund der Diskussion um digitale Souveränität ist es demnach unabdingbar, dass Europa beim digitalen Euro zügig weitere Fortschritte macht und möglichst eine Vorreiterrolle einnimmt, um beim Zahlungsverkehr der Zukunft nicht in weitere Abhängigkeiten zu geraten.“