Bosch, GAIA X, digitale Marktplätze und DLT

By Dennis Schlegel

Jul 26

Die Robert Bosch GmbH unterstützt das GAIA-X Projekt, eine Initiative zum Aufbau einer leistungs- und wettbewerbsfähigen, sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur für Europa, das von Vertretern der deutschen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft getragen wird. Mit dem Projekt soll Vertrauen in Internet-basierte Plattformen und eine Europäische Alternative zu Plattform-Betreibern aus den USA und China geschaffen werden. Dabei nimmt Bosch die Rollen eines Plattform-Nutzers und die eines Plattform-Entwicklers ein. Insbesondere in Bezug auf die Schaffung einer souveränen Daten Ökonomie bringt das Unternehmen seine technologische Expertise ein. Diese beinhaltet u.a. Blockchain bzw. Distributed Ledger Technologie (DLT), Multi-Party-Computation (MPC) und dezentrales Identitätsmanagement.

In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag beschreiben Mitarbeiter aus dem Economy of Things Projekt bei Bosch, wie digitale Marktplätze Gewinner und Verlierer erschaffen und wieso mit der Nutzung von Blockchain-Technologie faire Netzwerke geschaffen werden können. Starke Netzwerkeffekte und geringe Grenzkosten Software-basierter Plattformen führen zu einem Lock-in-Effekt für Nutzer und Produzenten eines Marktplatzes, während der Plattformbetreiber asymmetrische Informationsvorteile erlangt. In dem neuen Ansatz geht es darum den Plattformbetreiber durch eine gemeinschaftliche Organisation zu ersetzen. Dabei werden Prinzipien, wie Offenheit, Neutralität, Transparenz, Integrität und Koopetition als Erfolgsfaktoren verfolgt.